Spaniens Nordküste (6.6.-15.6.24)
diverse Bilder, nicht männlich, nicht weiblich, nur divers.
So sehr ich enttäuscht war von der Mittelmeerküste Spaniens, so begeistert bin ich von der Nordküste: grün, sauber und tolle Landschaft, aber seht selbst:

























Bilbao (17.6.24)
Ich nehm euch mit auf einen Rundgang durch Bilbao:

Platz des Heiligsten Herzens Jesu mit gleichnamiger Statue








darunter der Fluß Nervión





















Santiago de Compostela (7.6.24)
Die Hauptstadt Galiciens wurde 830 zum Wallfahrtsort ernannt, nachdem man die dort gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zugeschrieben hat. Seitdem gehört die Stadt zu den bedeutensten Pilgerzielen des christlichen Mittelalters, neben Rom und Jerusalem. Hier endet der Jakobsweg, der 1976 seine Renaissance erlebte und dem jährlich 200.000 Leute entlang pilgern. – aber das wißt ihr ja alle.
Ich bin nicht gegangen, ich bin gefahren, ob das auch zählt? Egal, jetzt gibts Bilder:



es gibt einen Gang, der hinter der Statue vorbeiführt, so daß man ihn nach 2h anstehen dann umarmen kann












Sevilla and best Party ever! (17.5.24)
Eigentlich wollte ich nur die Stadt besuchen und hab mir aus diesem Grund einen schönen Parkplatz gesucht: am Rande der Stadt, zwischen Bahn-100m brachliegender Wiese und einer Schule mit daneben liegendem Kindergarten. Ich dachte noch, eine perfekte Location für eine ruhige Nacht – aber dazu später!

Ich bin mit dem Bus in die Innenstadt gefahren, vorbei am Fußballstadion …


man kann hier Ruderbooting, Pferdekutsching, fresh air snapping, Eis enjoing, relaxing, tourist bewundering!


Neugierig zogen die Jugentlichen (alle 18Jahre alt) ihre Kreise immer enger um mein Auto. Ich bin dann ausgestiegen und hab mir eine Zigarette angesteckt. „Ich möge doch bitte Verständniss haben, wir haben heute unsere letzte Prüfung geschrieben, unser Abschlußjahr! und wir wollen das ein bisschen feiern! Aber wenn es zu laut is dann sags uns, dann drehen wir die Musik leider! – oder du feierst mit!“
Was soll ich sagen – I did it!

zum „Plaza de España“!










Am späten Nachmittag bin ich dann zum Auto zurückgefahren und hab mich auf einen entspannte Abend und eine ruhige Nacht gefreut. Aber Irrtum sprach der Igel und stieg von den der Klobürste!
Gegen 19Uhr sind ein paar jugendliche aufgetaucht, jeder ausgestattet mit einer Plastiktüte, darin befindlich eine Flasche Schnaps, eine Flasche Cola oder vergleichbares und eine Tüte Eiswürfel von der Tanke!
Einer kam mitm Auto und die große Misikbox wurde ausgeladen! – Na Bravo, das wird eine unruhige Nacht.

Ich hab meine letzten Schnapsvorräte rausgekramt und hab mich dann um 5Uhr morgens verabschiedet, die Letzten sind um 7Uhr morgens abgezogen.
Was für ein toller Abend.
Diesen Abend werde ich nicht so schnell vergessen.
Grüße an Alberto, Pablo und den Rest der Truppe.
Ihr seit die Besten!
Nachtrag 1.1.25:
Hallo Leute,
vielen herzlichen Dank für euer tolles Neujahrsvideo und die Wünsche. Was für eine schöne Überraschung habt ihr damit bereitet.
Ich hoffe sehr Euch alle irgendwann irgendwo wieder zu sehen!
Nachtrag (28.4.24): Reifentausch und ein Herr aus Österreich
Eigentlich war diese Geschichte gar nicht erzählenswert, hat aber für mich im Nachhinein doch an Bedeutung gewonnen im Zusammenhang mit der Geschichte: „Marokko – Himmeltreppe und wieder ein Herr aus Österreich“
Die unzähligen Kreisverkehre mit viel zu kleinem Durchmesser haben zu einem enormen Reifenabrieb an den Hinterachsen geführt. Also hab ich mich Mitte Januar dazu entschlossen, alle Reifen durchzutauschen und auch die 2 Ersatzräder in den Ringtausch mit einzubeziehen. Zu diesem Zweck hab ich eine große Fläche gefunden, das an eine Baustelle angrenzt und auch die Arbeiter ihre Autos abgestellt hatten.
Nach einer Weile kommt ein Österreicher mit seinem Hund vorbei: Was ist denn dir passiert, du bist ja schon ne ganze Weile am Schrauben?
Ich: Nix is passiert, ich tausch einfach nur alle Räder einmal durch.
Er schaut irritiert und sagt dann: Das ist hier kein Parkplatz.
Ich: Na ich will ja auch nicht parken. – Was willst du denn eigentlich von mir?
Er: Du gibst mir so eine schnippische Antwort von wegen Reifen durchtauschen …
Ich bin ihm dann ins Wort gefallen: Was ist denn daran schnippisch? und hab ihn dann weiter geschickt.
Das Fährticket und Wasser bunkern (14.2.24)
Irgendwas mußte ja zu Schluß noch passieren, dazu war es die letzten Tage viel zu ruhig:
Eigentlich wollte ich am 18.2. von Algeciras nach Ceuta übersetzten, um dann nach Marokko einzureisen. Andere Reisende hatte mir aber gestern berichtet, daß das mit meinem Fahrzeug nicht mehr möglich ist und auf der Seite des Auswärtigen Amtes fand ich die Bestätigung: über Ceuta ausnahmslos keine LKW, das gilt auch für zu Wohnmobilen umgebaute LKWs, Einreise nur über TangerMed.
Also hab ich mich gestern auf den Weg gemacht zur Fährgesellschaft im Hafen von Algeciras, dann kann ich ja gleich auch noch Wasser bunkern. Ich hab einen öffentlichen Wasserhahn angesteuert, den Reisende im Internet gepostet haben. Auch hier hat eine besorgte Bürgerin sofort telefoniert als sie mich beim Auffüllen sah. Kurz drauf kam der Techniker und hat das Wasser abgestellt: das ist nicht erlaubt und ich würde jetzt Probleme bekommen – na mal schaun was passiert, also doch nicht so öffentlich wie im Internet beschrieben.
Gut, dann mach ich jetzt mitm Ticket weiter und bin zum Hafen. Am Schalter hat man mir dann gesagt, sie haben das Ticket in einer Agentur gebucht, also müssen sie sich an die Agentur wenden für die Umbuchung. Meine Argumentation, daß aufgrund der zeitlichen Nähe zu meiner Abfahrt die Agentur mir geraten hat, mich direkt an die Fährgesellschaft zu wenden, ließ ihn unbeeindruckt. Ich hab mich dann entschlossen, das ursprüngliche Ticket nach Ceuta zu stornieren und lieber hier vor Ort ein Neues nach TangerMed zu buchen. Also bin ich, dem allgemeinen Rat folgend zu „Carlos“, der Institution für Tickets nach Marokko. Die Dame am Schalter wollte Reisepaß und Fahrzeugschein und 10 Minuten später hatte ich mein neues Ticket in der Hand. Aber was war das, das Fahrzeugkennzeichen war das vom Motorrad! Ich Schussel hatte ihr den falschen Fahrzeugschein gegeben…. Jedenfalls gehts jetzt am 18.2. nach Marokko, TangerMed
I gfrei mi drauf.
Nachtrag (9.2.24) … Wasserpumpe defekt – hätt ich fast vergessen zu erzählen
Es war kurz nach Neujahr, ich dreh den Wasserhahn auf, aber die Seife bleibt an den Händen, es kommt kein Wasser. Die Druckwasserpumpe ist nicht angelaufen. Natürlich hab ich die damals ganz unten verbaut, hinterm Mülleimer und dem Boiler. Der Mikroschalter, der beim Erreichen des voreingestellten Drucks die Pumpe abschaltet, hat nicht mehr geschaltet, irgend ne Feder im Inneren hatte sich zerlegt. Im Internet bin ich dann anhand der Bauteilnummer schnell fündig geworden und hab gleich 3 bestellt. Als Lieferadresse durfte ich das kleine Schreibwarengeschäft im Ort angeben. Bedeutet für mich, ich muß im Ort bleiben und kann ned weiterfahren, bis meine Post da ist.
4 Tage später war der Artikel immer noch nicht verschickt, drum hab ich den Händler nochmal angeschrieben.
Nachts um 2Uhr wurd die Antwort geschrieben: Wir verschicken nur einmal die Woche, haben wir aber auch in den Versandbedingungen reingeschrieben.
Jetzt stellte sich für mich die Frage, wann denn dann mein Ersatzteil hier bei mir ankommen wird, denn der Feiertag ist auch noch dazwischen und wie lange braucht die Post von Deutschland nach Spanien?
Ich hab mir gedacht, …. das schreib ich jetzt ned hier rein. Gemeint hab ich – ja, so kann ichs schreiben – gut, dann bestell ich halt wo anders.
Eine Elektronik Firma in München vertreibt auch diese Schalter, die lagern aber in den USA: ach, das ist kein Problem, die sind normalerweise in 3 Tagen da, die kommen mit FedEx. Bei der Bestellung einfach Expressversand ankreuzen, das kostet keinen Aufpreis.
Was soll ich sagen, nach 4 Tagen waren die Schalter bei mir. Per tracking konnt ich auchs genau verfolgen: vom Lager in Boston, zum Flughafen nach Dallas, über Paris nach Valencia wurden sie geflogen und dann dem Schreibwarenladen zugestellt.
Was das gekostet hat? – mit Express und Zollgebühren auch ned mehr wie die erste Bestellung!
*Hoffentlich ließt das Greta nicht.*
Barbasto und seine Pfosten (12.12.24)
Die Einstellung am Navi „kürzeste Route incl. unbefestigter Wege“ ist immer wieder interessant und man kommt in Regionen und durch Orte, die man sonst umfahren hätte. Oft fahrtechnisch eine Herausforderung, aber meist hat sichs mit ein paarmal Rangieren erübrigt, natürlich unter dem Kopfschütteln von Passanten.
In manche Situationen würd ich aber auch gar ned erst kommen, wenn ich doch hätte ….
Eigentlich wollt ich nur den schönen Ort Barbastro besuchen. Dem Navi folgend wollte ich den Parkplatz verlassen und mich wieder auf die Reise machen. Die Ausfahrt vom Parkplatz mündet in ne Einbahnstraße, ich konnte also nur rechts Abbiegen, wobei die Straße mit so grünen Verkehrsleitpfosten trapiert war.
Ich hab mir schon gedacht, daß was nicht stimmt, als eine Bürgerin, wild fuchtelnd und dabei noch aufgeregter telefonierend mir zu verstehen gab, nicht weiterfahren.
Da die Straße immer enger wurde, dachte ich noch, die Dame will mich darauf aufmerksam machen, daß es für mein Auto zu eng werden würde im weiter Straßenverlauf. Gut, das hatte ich zu dem Zeitpunkt auch festgestellt. Also hab ich mich rückwärts die Einbahnstraße zurück getastet. Es war ein schwieriges Unterfangen, der Verkehr hinter mir mußte sich erst aufgelösen. Als ich endlich heraußen war aus der einspurigen Einbahnstraße stand neben mir schon die lokale Polizei, die mich erwartete und fragte, ob ich denn gerade Probleme gehabt hätte?
Ich hab ihm dann von meinem Mißgeschick erzählt, daß die Straße so eng war, daß ich rückwärts die Einbahnstraße zurück mußte.
Polizist: Nein, das meine er nicht, sie seien gerufen worden, weil ich 2 Leitpfosten „umgemäht“ hätte. Ich soll mal schnell hier warten, sie kommen gleich wieder.
Ich zwar auf den Pfosten links vorne beim Abbiegen geschaut, aber offensichtlich rechts hinten tatsächlich 2 von den Pfosten erwischt, die, wie das mir präsentierte Foto zeigte, „sehr flach“ auf dem Boden lagen.
Die Polizei nahm meine Daten auf, ich soll mir keine Sorgen machen, die Pfosten seien nicht sehr teuer und ob da von der Stadt eine Rechnung käme nach Deutschland und vor allem wann, das könnten sie mir auch nicht sagen – Ob sie denn das Auto auch mal innen anschauen dürften?
Also warte ich auf Post bzw. Mail von der Stadtverwaltung Barbastro!
Saragossa (13.12.23)
Noch 10 Tage bis Weihnachten, es hat 15°. Auf dem Platz vor der Basilika ist ein Christkindlmarkt aufgebaut. In einem großen Bereich ist das Leben in Bethlehem dargestellt, durch den man in einer großen S-Schleife durchgeschleust wird. Auf dem Markt gibt es Buden, mit den üblichen Weihnachtsartikeln, Getränken und Verpflegungen. In einem etwas zurückgesetzen Innenhof gibt eine Kinderspielecke mit Karusell und Eisenbahn. Eine Eislaufbahn ist in einem großem Zelt mit weiß-blauem Himmel aufgebaut. Ein Chor singt auf spanisch „Stille Nacht, heilige Nacht“. Über uns Besuchern kreist in 100m Höhe ein Polizeihubschrauber und gleichzeitig hört man das dumpfe Grollen der Artilleriegeschütze vom großen NATO-Übungsplatz, 10km nördlich der Stadt.
Allen eine friedliche Weihnacht!

und die Basílica del Pilar



Daroca:
knapp 100km südwestlich von Saragossa, man komm aus nördlicher Richtung durch ein Tal, plötzlich weitet sich das Tal und der Ort präsentiert sich eng an den Fels geschmiegt.






Cuenca:
Man kommt aus einem engen tiefen Tal, im Winter liegt es den ganzen Tag im Schatten, Reif ist auf der Straße. Dann geht das Tal in eine Ebene über und genau hier liegt die Stadt.


Zurück im Nationalpark Serrania de Cuenca:
Viele Male sanden die Rehe direkt an der Straße, aber so schnell kann man gar ned anhalten, Motor aus und dann Kamera rauskramen, aussteigen und dann Foto machen.
Doch einmal ist es mir gelungen!
Entfernung: 10 – 15m, mehr ned

Nationalpark Serrania de Cuenca:
Im Gestein hat sich eine Höhle gebildet, die dann eingestürzt ist.
rechtes Bild: hier hat sich der Krater mit Wassergefüllt, laut Bildtafel: Durchmesser 120m, Tiefe insg. 30m



Entlang am Rio Turia:
Die 50 km lange Strecke ist ein Mischung aus „Via Mala“ (Schweiz) und „Grand Canyon de Verdon“ (Frankreich).
Auf halber Strecke liegt ein kleiner Ort, ich sag mal so, der Genpool is da sicher ned sehr groß!

Castillo de Almansa:
am Fuße der Festung das Fußballstadion.
Ich bin fest davon überzeugt, daß der Bauherr der Festung ein großer Fußballfan war. Da es zu seiner Zeit aber noch keinen Fernseher gab, hat er einfach oben auf den Hügel gebaut, so hat er kein Heimspiel verpaßt!



Nördlich von Almeria erstreckt sich die Sierra de los Filabres. Diese grandiose wüstenartige Landschaft, mit über 3000 Sonnenstunden im Jahr, ist Heimat
– der Rennstrecke „Circuit of Almería“, zwischen Sorbas und Tabernas, die Überwiegend zu Trainingszwecken von WM Teams genutzt wird und
– dem Western Filmset „Fort Bravo“. Gedreht wurden hier u.a. „Für eine Handvoll Dollar“ (1965), „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968), „Vier Fäuste für ein Halleluja“ (1971) und „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ (1989), aber auch „Lawrence von Arabien“ und „Der Schuh des Manitu“ von Bully Herbig.





Ronda gilt als die Wiege der heute gültigen Stierkampfregeln und ist Ausbildungszentrum und ist bekannt durch die 140m hohe Brücke, die die beiden Stadtteile miteinander verbindet.






In San Roque, auf der Fahrt Richtung Gibraltar: Umdrehen oder Rückwärts waren beides keine Option, also hab ich mir überlegt, daß die Begrenzung auf 3,5t nur für die Fußgängerbrücke rechts und für die Steinbrücke links keine Gewichtsbeschränkung gilt.
Die Brücke steht noch und ist weiterhin zu bewundern!









Die Meerenge, im Hintergrund Marokko, Afrika.
Übrigens:
Der Norddeutsche sagt „Schiff ahoi“, der Schwabe sagt „Hoi, a Schiff“


Übrigens:
Ich hab ein kleines Quiz parat! Wer weiterliest nimmt automatisch teil:
Wie viele Wasserstoffbomben haben die USA bei einem Flugzeugabsturz am 17.1.1966 über Palomares, Spanien, verloren?
Waren es eine Wasserstoffbombe, zwei, drei oder vier Stück?
Die richtige Antwort lautet vier Stück!
Die Bomben sind aus 9000m Höhe runtergefallen und haben ca. 170ha Agrarland kontaminiert. Mehrere Kilo hoch radioaktives Plutonium 239 (Halbwertszeit 24.110 Jahre) verteilten sich in der Landschaft.
Und jetzt ratet mal, wer sich bis heute weigert, aufzuräumen!
Obama sagt: ok, machen wir, aber tut nix, Trump sagt: geht mich nix an, Biden reagiert gar ned.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearunfall_von_Palomares
Umweltzone:
Spanien hatte es in der Vergangenheit mit der Einrichtung von Umweltzonen nicht so eilig. Daraufhin hat das Land von der EU die gelbe Karte bekommen. So entstehen im ganzen Land Umweltzonen: z.B. an der Grenze nach Gibraltar ist die Parkanlage „Parque Princesa Sofia“ als Umweltzone ausgewiesen, mit einer Größe von 400m x 400m! Eine Straße führt nicht durch den Park.
Kann man das alles eigentlich erkennen, wenn man in Brüssel hinterm Schreibtisch sitzt oder in einer deutschen Stadt sich auf der Straße festklebt?
Ob das alles immer so Sinn macht? Aber wahrscheinlich fehlt mir dazu einfach nur der nötige Gesamtzusammenhang!
„Haft-befehl für Klimakleber“! – der hat bei mir gedauert
