Eine Woche hab ich bei Freunden in Brixen auf dem Hof und im Buschenschank verbracht, zum Törggelen.
„Törggelen“ leitet sich vom Lateinischen „torquere“ (pressen, winden, drehen) bzw. „torculus“ (Weinpresse) ab und bedeutet, daß man den neuen Wein probiert zusammen mit einer „Marende“ (Brotzeit), also mit Speck, Kaminwurzen, Keschtn (Maroni) und Schüttelbrot. Heute ist es eine Touristenattraktion und mit anderen Südtiroler Spezialitäten erweitert: Schlutzkrapfen, Speckknödel, Surfleisch, Hauswürst, Sauerkraut, süße Krapfen. Meist wird viel Wein dazu getrunken, sehr viel Wein, so daß man annehmen könnte, „Törggelen“ kommt daher, weil die Leute anschließend nach Hause getorkelt sind.
In Bassano del Grappa hab ich mich dann noch für ein paar Tage mit Freunden getroffen, die auf der Heimreise von einer 2 monatigen Griechenland Reise waren.
Einige Tage später steh ich am Passo del Venice, als die Carabinieri vor meinem Auto anhalten. Ich bin aus der Kabine ausgestiegen. Geht’s ihnen gut. – Ist alles o.k. bei ihnen? – Was machen sie in Italien. – Ach sie sind Tourist. – Sie wollen nach Marokko – mit diesem Auto!?
Was folgte war dann eine Aufzählung der Sehenswürdigkeiten für die nächsten 50km auf meiner geplanten Route. Auch dafür vielen Dank für die echt tollen Tipps.




