weitere Bilder:





Bild rechts: Leute, bitte! Für was? Da kann und will keiner im Kreis fahren. Schad ums Geld!
Davon gibts leider viele.



Caen (29.6.24)











Bild links:
die Überreste der Saint-Gilles Kirche, erstmals erwähnt im 11. Jahrhundert, bei Ausgrabungen konnte man sie auf das 8. Jahrhundert datieren.
1944 in der Schlacht um Caen bei einem Luftangriff zerstört.





Normandie mit Bezug auf WWII (25.-29.6.24)
An dieser Stelle muß ich ein bisschen ausholen. Wir gehen zurück ins Jahr 2019, genauer gesagt Mitte Mai. Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad nach Schottland reisen. Ich bin bis Fort William gekommen, bevor mir Regen, Kälte und ein Plattfuß am Hinterreifen einen Strich durch meine Pläne gemacht haben.
Also Plan „B“: ich wollte schon lange mal in die Normandie. 3 mal dürft ihr raten, wann ich dort angekommen bin!
Am 6.6.2019, also genau 75 Jahre nach dem D-Day, der Operation Overlord, der Landung der Allierten in Nordfrankreich. Oh hätte ich mich doch vorher nur schlau gemacht. Zu meiner Entschuldigung: es wird bis heute nch nicht im Geschichtsunterricht vermittelt.
Jedenfalls hatte ich das Gefühl an diesem Ort, zu diesem Zeitpunkt fehl am Platze zu sein:
– überall waren Fahnen aufgehängt von England, Frankreich, USA und Canada
– an jeder Straßenlaterne hing ein Bild mit Soldatenportraits, darüber die Aufschrift „WW2-Hero“, darunter der Name des Soldaten
– überall restaurierte und fahrtüchtige Fahrzeuge, Flugzeuge, usw. aus der damaligen Zeit, das konnten vor 75 Jahren gar nicht mehr gewesen sein!
– Blaskapellen, Umzüge, hochdekorierte alte Leute in Rollstühlen sitzend, Flugshows
– Charterflugzeuge haben Touristen aus Übersee gebracht, überall standen Reisebusse, Guides haben die Leute an den Stränden rumgeführt
Kurz gesagt, es ging zu wie am Oktoberfest! bzw. dem D-Day selbst – und ich mitten drin. Ich glaub, ich war der einzige Deutsche! Übers Nummernschild hab ich vorsichtshalber was drübergehängt, ja nicht sprechen und mich bei Zeiten wieder zeitig auf die Heimreise gemacht.
Zurück zur Gegenwart ins Jahr 2024! … also 5 Jahre nach 2019! Ich hab mir in Portugal extra Zeit gelassen, damit ich nicht wieder Anfang Juni in der Normandie bin. Den Fehler woll ich nicht 2x machen. Darum dann meine Ankunft am 26.6.24!!!









Es ist für mich bedrückend. Ich meine, wir solltens nicht vergessen, aber offensichtlich lernen wir nichts draus, auch nach 80 Jahren nicht.


Ihr werdet jetzt sagen: moment, über Mont-Saint-Michel hat er doch schon vorher erzählt. Ja richtig, dieses Bild is auch von ner anderen Stelle aufgenommen, nämlich von einem Deutschen Soldatenfriedhof aus, in unmittelbarer Nähe.
Was mich dabei so schockiert hat, war die Anzahl der Besucher: Heerscharen von Touristen am Mont, am Friedhof, nur wenige Kilometer entfernt, mit mir warens 5!



Und dann sind da überall noch die alten Bunker und Geschützfundamente! Nicht nur in der Normandie, sondern vom Atlantikwall die Überbleibsel an der gesamten Küste – siehe auch Dune du Pilat.
Chancenlos das zu entfernen.





Sainte-Mère-Eglise ist ein Touristenmagnet als in dem Film „Der längste Tag“ die Geschichte des US–Fallschirmjäger Private John Marvin Steele erzählt wurde. Sein Fallschirm hatte sich im Kirchturm verfangen und er hing dort mehre Stunden in luftiger Höhe. Offensichtlich hängt er da immer noch, allerdings hat er mittlerweile einen neuen Fallschirm bekommen: der ursprünglich grüne wurde gegen einen weißen ausgetauscht.






in Colleville-sur-Mer, 9.400 Gefallene,
hier wurde für „Soldat James Ryan“ gedreht




(P.S. die Britische Fahne, etwas derangiert, hängt das mim Brexit zusammen?)



Am Atlantik entlang (6.24)






















Ich bin nicht nach Mont-Saint-Michel rausgefahren, denn als ich diese Massen an Touristenbussen gesehen habe und all die Verkaufsstände, Restaurants und Andenkenläden, da hatte ich die Nase gestrichen voll. Ja natürlich interessant, aber wie die Lemminge … – nein danke.
Trotzdem hat mich Mont-Saint-Michel ziemlich geflashed, aber dazu gleich mehr.









Die Mittelmeerküste entlang und ein Abstecher ins Landesinnere (11.23):
Nicht zu unrecht heißt es: Leben wie Gott in Frankreich!
Es gibt nichts nenneswertes zu erzählen, nur daß ich von der Landschaft sehr fasziniert bin und daran laß ich Euch teilhaben:



















Übrigens:
Liebe Franzosen, ist es wirklich erforderlich, daß man überall Kreisverkehre hinbaut? Wenn denn schon unbedingt soviele notwendig sein sollten, dann macht den Kreisverkehr ned blos mit 5m Durchmesser.
Umweltzone (15.2.2024):
Ich hatte mir in irgendeiner Stadt nen Stellplatz ausgesucht, ein bißchen von der Straße weg, an dem Fluß durch die Stadt. Ich stand noch nicht lag, als die Polizei vorfuhr: Sie können hier nicht stehnbleiben. Besorgte Bürger, die hier spazierengehen haben uns gerufen, daß hier ein Militärfahrzeug steht. Die Polizei hat mir dann auf Maps gezeigt, wo ich mich hinstellen könne und wie ich dahin komme.
Im Nachhinein hab ich dann festgestellt, daß die Stadt eine aktive Umweltzone hat und die Wegbeschreibung der Polizisten mitten durchgeführt hat.
