Jagderfolg (10.7.26)
Ein paar Tage nachdem ich Kartong verlassen habe berichtet mir Amsterdam von seinem Jagderfolgin den Wäldern am Strand: er hat auf einer Treibjagd eine Antilope erlegt: herzlichen Glückwunsch und guten Appetit



8.7.: Ausreise
Grenzübergang Farafenni, Gambia: am Schalter von der Polizei wurden Fingerabdrücke genommen und das Gesicht fotografiert. Sie wollten genau wissen, was ich in Gambia alles besucht habe. Für den Ausreisestempel wurde ich ins Chefbüro gebeten. Ging aber alles zügig. Noch schnell das Carnet abstempeln lassen beim Zoll und die Ausreise war erledigt.
lose Bildersammlung:



1,5l Wasserflasche als Größenvergleich
















14.10.23 – Katastrophe für Kartong (5.7.26)
Amadou, der aber im ganzen Ort nur „Amsterdam“ genannt wird, habe ich gleich nach meiner Ankunft in Kartong kennengelernt. Er hat mich immer wieder besucht, mir den Ort gezeigt und wir haben uns viel unterhalten. Zum Verständnis: das ist nicht nur eine Dorfgemeinschaft in Kartong, das ist mehr, das ist eine große Familie: jeder kennt jeden, jeder hilft jedem, jeder ist beim anderen jederzeit willkommen.
Jetzt sitzen wir bei Jerry, den alle nur „Scott“ nennen, zuhause und trinken einen Kaffee und die beiden fangen das erzählen an:
Anfang Oktober 2023 sind 27 junge Männer aus Kartong in eine Pirogge gestiegen und haben sich auf den Weg nach Spanien gemacht.
Am 14.10.23 sind alle im Meer vor Mauretanien ertrunken! Amsterdam hat seinen besten Freund verloren, Scott seinen Cousin!
Beide können ihre Emotionen und Gefühle nicht mehr zurückhalten.



In den Medien wird über solche Ereignisse immer wieder berichtet, aber plötzlich sehe ich Bilder von diesen Menschen, es sind nicht mehr pure Schlagzeilen, sie haben Gesichter.
Ich bin tief getroffen, zumal dieses Thema erst vor ein paar Tagen in Diannah, Senegal, herangetragen wurde.
siehe dazu auch unter „Denk mal“ ==> „Ich habe Besuch in Diannah, Senegal“
Amsterdam begleitet mich in der Dämmerung zurück zum Auto. Er will sicher sein, daß ich gut ankomme. Auf dem Weg von Kartong zum Stellplatz erzählt er mir, daß er auch irgendwann in eine Pirogge steigen wird und er sehr große Angst hat, daß es ihm genauso ergeht, wie seinen Freunden.
Ich habe ihm erzählt, was ihn in Europa erwartet – er wird es trotzdem versuchen.
Ein paar Tage später spreche ich Ibrahim aus Mali darauf an, wie er nach Europa kommen will. Seine Antwort: ‚Ich bin von Mali nach Mauretanien gekommen um genau das zu tun‘ – auch er will in einer Pirogge Europa erreichen.
Reptilien-Farm bei Kartong und die heiligen Krokodile von Banjul (3.7.26)









als wir am Gehege ankommen stochert der Guide an einer anderen Stelle in Blättern herum und zieht eine Puffotter hervor!
Unmöglich sie zu sehen und das ist das schlimme daran!


Der Wärter erklärte mir, daß sie im Moment zu viele Tiere haben. Darum haben sie die Eier der diesjährigen Brut aus den Nestern geholt haben. Als die Weibchen entdeckt haben, daß das Nest geplündert wurde, waren sie „not amused“. Darum sind im Moment nur die Männchen da, denn die Weibchen sind die nächsten 3 Monate sauer auf alle Menschen.


Einreise (1.7.26)
Ich bin über den Grenzübergang Diouloulou, Senegal, – Brikama, Gambia, eingereist. Kein Visum notwendig.
Das schöne neue Polizeigebäude ist nicht zu übersehen: Paß am Schalter abgeben, Fingerabdrücke und Foto. Dann wird der Paß intern zum Chef weitergeleitet, der ihn stempelt und schon kann man ihn seinen Paß im Chefbüro abholen.
20m weiter ist der Zoll, ein Herr in zivil kommt auf mich zu, weißt mir den Parkplatz: ‚Gehen sie da vorne an den Schalter und lassen sie ihr Carnet stempeln. Danach kommen sie zu mir zurück, dann machen wir den Rest“. Als ich zu ihm zurück komme holt er seinen Dienstausweis aus der Tasche, weist sich aus, schaut sich kurz im Auto um und wünscht mir eine gute Reise und einen schönen Aufenthalt.
übrigens:
– Sim-Karte hatte ich von „Q-Cell“
